Inoki Bom-Ba-Ye - wie alles begann:

 

Als Antonio Inoki die Wrestling-Organisation NJPW gründete, war er auf dem Weg zu beweisen, dass Wrestling die Ultimative Form von Kampfsport ist.

"Echtes Pro Wrestling" war der Slogan von NJPW, und es wurde bekannt als "Starker Stil des Pro Wrestling".

Nachdem Inoki beweisen konnte, dass er die Nr1 war in Japan im Pro Wrestling, wurde daraus "Pro Wrestling Nr1 Event in Japan". Das war 1974.

Danach verschickte er Einladungen an Pro Wrestler ausserhalb des Landes und der Event änderte erneut den Namen 1976 in "Nr1 Kampfsport ".

Jeder Kampf war Unterschiedlich, denn Inoki kämpfte gegen verschiedene Gegner und die Kämpfe hatten unterschiedliche Regeln.

Als erstes konnte er den Olympischen Godmedaillen Gewinner William Ruska besiegen, gefolgt vom wohl bekanntesten Kampf seiner Geschichte - dem Ultimativen MMA-Fight gegen den Grossen Muhammad Ali.

"Pro Wrestling gegen Boxen" - dieser Event brachte 1976 die Sportinteressierten der ganzen Welt nach Japan und wurde als Grosses Ding in den Zeitungen auf dem ganzen Globus gehandelt.

Die teuersten Tickets waren sofort ausverkauft, was auch als Überraschung in den Zeitungen berichtet worden ist. Der Kampf wurde in Amerika speziell Übertragen und in Japan zeigte man den Event sogar zweimal am gleichen Tag im Fernsehen.

Die Einschaltquoten in Japan waren Enorm - die höchste Quote war 54.6% - mit einem Durchschnitt von 46% waren die Zuschauerzahlen Gigantisch.

Wie die Einschaltquoten waren auch die Ticketpreise aussergewöhnlich Hoch für 1976:
Ticket direkt am Ring $3,000 
Ticket sehr nahe am Ring $1,000 
A-Version Ringticket $800 
B-Version Ringticket  $600 
Spezielles Ticket in der ersten Etage $500
Sitzplatz A Ticket (in der ersten Etage) $400 
Sitzplatz B Ticket (in der ersten Etage) $300 
Sitzplatz C Ticket  (in der zweiten Etage) $200 
Sitzplatz D Ticket (in der zweiten Etage) $100 
Sitzplatz E Ticket (in der zweiten Etage) $50

Der Kampf wurde nach dramatischen 15 Runden als Unentschieden beendet. Am nächsten Tag jedoch waren die Schlagzeilen niederschmetternd - Der Kampf wurde beschrieben als "der schrecklichste Fight in der Geschichte des Kampfsports". Für die Zuschauer war der Kampf auch nicht sehr interessant, wenn man bedenkt, dass Inoki nur auf seinem Rücken lag und nichts tat, ausser die ganzen 15 Runden lang die Beine von Ali zu kicken. Auch weitere Zeitungen hatte nur schlechte Kritiken für den Kampf übrig, was auch die nächsten sechs Tage nach dem Kampf nicht abriss. Dies war der Tag, als Ali zurück nach Los Angeles flog, jedoch immer noch mit schmerzen in seinen geschwollenen Beinen zu kämpfen hatte. Gleich nach Ankunft in L. A. ging er ins St. Johns Memorial Hospital in Santa Monica, um sich untersuchen zu lassen. Schlussendlich befand die Bevölkerung die schlechten Kritiken als falsch, denn ein eindrücklichen schwarz/weiss Foto, welches im Buch "A thirty Year Jurney" von Howard L. Bingham, veröffentlicht wurde, zeigte Ali's Bein einen Tag nach dem Kampf im Keio Plaza Hotel, Emperial Sweet Room Nr. 4121. Das ganze linke Bein war angeschwollen und Blutunterlaufen. Es wurde bekannt, dass nach seinem Kampf gegen Inoki, der Grosse Muhamad Ali nie mehr der gleiche leichtfüssige Kämpfer war, wie zuvor.

Die Wahrheit über die den ganzen Event kann im Buch "The Truth of the Inoki and Ali Fight" nachgelesen werden, jedoch wurde dieses Historische Werk nur in der Japanischen Sprache publiziert von der Firma Weekly Gong, Japan Sports Publishing Company. Dieses Buch wurde exakt 20 Jahre nach dem Kampf veröffentlicht, da zu diesem Zeitpunkt viele Verträge betreffend Urheberrechten abgelaufen waren. In diesem Buch steht geschrieben, was genau zu diesem Kampf geführt hat und auch die Regeln, welche nie öffentlich Publik gemacht worden sind. Ein detailierter Kampfbericht und individuelle Gedanken vom Schiedsrichter Geen Lable, dem Coach in beider Ringecken (Fred Blassie in Ali's Corner & Carl Gotch in Inoki's Ringecke) und ausserdem Interviews von Inoki's Manager Hisashi Shinma und natürlich ein direktes Interview mit Inoki sind im Buch nachzulesen.

Vor dem Kampf waren beide Grosse Rivalen, was sich auch nicht speziell nach dem Kampf geändert hat, was jedoch nach dem Kampf dazu kam, war eine Freundschaft, die bis heute anhällt. Als Geschenk übergab Ali Inoki Persönlich das Musik-Thema von "Ali Bom-Ba-Ye", geschrieben von Michael Masser im Jahre 1977, welches im Film "Ali der Grösste" bekannt geworden ist. Seit er von Ali den Song erhalten hat, benutzt er diesen Song als Auftritts-Musik, wann immer er in den Ring kommt und als die Jahre vergingen benutzte er den Song auch für seinen Event "Inoki Bom-Ba-Ye". (Für die, die es nicht wissen - Bom-Ba-Ye bedeutet "töte ihn").

Jahre später wurde der Kampfsportwelt bewusst, dass Ali und Inoki eine Vision hatten, welche noch nicht soweit war, sie umzusetzen.

Ein Mixed Martial Arts Kampf - ein Kampf zwischen zwei Meistern in deren Kampfsportart, welche versuchten zu beweisen, dass ihr Stil der bessere ist. 

Viel später folgten viele der Idee sich zu versuchen gegen einen anderen Kämpfer, welcher einen anderen Kampfsportstil hat, als sie selbst. Aber derjenige, welcher die Sache begonnen hat, ist der Grosse Antonio Inoki.